Neuer ALDI – neue Verkehrsprobleme?

Zufahrt - sicher? Bild: Klaus Hass

Neuer ALDI –  neue Verkehrsprobleme?

ALDI plant seinen Verbrauchermarkt  innerorts an die Marktstraße zwischen „Am Markt“ und „Schützenweg“ zu verlegen  und dort neu zu bauen.
Entstehen sollen dort neben dem Markt eine Bäckereiverkaufsstelle sowie etwa 70 Parkplätze.
Nach Meinung vieler Schenefelder wird das zu zusätzlichen Verkehrsproblemen führen, wo doch insgesamt die Verkehrslage mit dem Aufkommen an Schwerlastverkehr und Lärmbelästigung ohnehin schon schwierig genug ist.
„Wie steht die SPD in Schenefeld dazu?“  werden wir oft gefragt.
Hier ist unsere Position:
Auch wir als Ortsverein sind  mit der Angelegenheit nicht zufrieden.
Wir hätten es gern gesehen, wenn die Fa. ALDI ihren neuen Markt am alten Platz bauen würde.  Das war auch ursprünglich wohl so vorgesehen. Nach unserem Wissen ist die Sache an Schwierigkeiten beim Erwerb anliegender Grundstücke gescheitert. Da ALDI in Schenefeld bleiben möchte, wurde nach Alternativen gesucht.
Das war und ist natürlich auch in unserem Interesse, weil es die Attraktivität unseres Zentralortes, die Versorgungssicherheit unserer Einwohner sichert und auch wir selbst dort einkaufen.
Übrigens ist das Konsens aller in der Schenefelder Gemeindevertretung tätigen Parteien und Gruppierungen. Wir wollen ALDI im Ort nicht verlieren.
Eine von ALDI beauftragte Investitionsfirma hat inzwischen einen ehemaligen Bauernhof an der Marktstraße gekauft.
Nun zu unseren Bedenken:
Wir befürchten, dass der Kunden- und Lieferverkehr möglicherweise zu zusätzlichen Belastungen an den Einmündungen der Straßen  „Zum Park“ und „Bahnhofstraße“, „Pöschendorfer Str.“ und der Marktstraße sowie der  Ampeleinmündung „Holstenstraße“  führen wird.
Ein von der Firma beauftragtes Verkehrsgutachten sollte Klarheit bringen.
Dieses liegt nun vor , wir erhielten es von unserer Fraktion.
Nach unserer Auswertung betrachtet das Gutachten im Wesentlichen das zahlenmäßige Aufkommen von PKW – und LKW-Verkehr mit einer Prognose bis zum Jahr 2030. Nach Auffassung der Ersteller sind die vorhandenen Straßen in der Lage, den Verkehr aufzunehmen, zumal mehrere Zufahrts- und Abfahrtmöglichkeiten gegeben sind. Auch wird durch den Betrieb des Marktes, an einer anderen Stelle als bisher, kein erheblich größeres Verkehrsaufkommen zu erwarten sein. Die Verkehrsströme werden sich aber auf andere Straßen verlagern. Das Gutachten ist nach unserer Meinung plausibel.
Allerdings:
Es betrachtet nach unserer Meinung nur unzureichend die tatsächliche wochentägliche Verkehrssituation mit der vorhandenen Ampelschaltung und den häufigen Rückstaus bis hinter die Einmündung der Marktstraße. Keine Beachtung findet die Verkehrssicherheit an den o.g. Stellen. Hierzu macht das Gutachten keine Ausführungen. Es wird nur festgestellt, dass es keine weiteren Maßnahmen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der vorhandenen Straßen bedarf und sogar noch Kapazitätsreserven bestehen.
Das ist nach unserer Meinung unzureichend, was ist zu tun?
In Bezug auf den Neubau des ALDI-Marktes und der Verlagerung des Verkehrs sehen wir insbesondere Probleme bei der Sicherheit der Fußgänger, die die Bahnhofstraße auf dem Weg zum neuen ALDI-Markt an der Marktstraße und umgekehrt kreuzen.

Bahnhofsstr. / Marktstraße Bild: Klaus Hass

Der Bereich an der Kurve der Bahnhofstraße  ist darüber hinaus auch für Fahrzeugführer so unübersichtlich, dass nach unserer Auffassung hier unbedingt weitere Ampeln aufgestellt werden müssen. Technisch dürfte  es möglich sein, diese mit der Schaltung an der Holstenstraße zu koppeln.
Und was ganz wichtig ist: Es ist eine ampelgeregelte Fußgängerüberwegung erforderlich. Das fordern wir schon lange!
Unsere Gemeindevertreter Gerhard Boll, Klaus Hass und Tjark Wilts haben das in der letzten Gemeinderatssitzung vom 11.02.2019 nochmals nachdrücklich vorgetragen und werden dieses auch weiter immer wieder fordern, bis das Ziel erreicht ist..
Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung des Planungsvorhabens steht es uns frei,  uns auch als Einzelpersonen einzubringen und dieses zu fordern. Das kann übrigens jeder Bürger machen.
Nach Ansicht der Schenefelder SPD  ist der Verkehr in unserem Ort insgesamt  (auch ohne die Verlagerung des ALDI-Marktes) ein schon lang bestehendes Problem!
Deswegen treten wir auch weiterhin für den Bau einer Umgehungsstraße ein.
Leider gehen da die Mehrheitsfraktionen in der Schenefelder Gemeindevertretung (CDU und Freie Wähler Schenefeld) nicht mit.
Sie weisen die Forderungen der SPD weiter zurück.