„Schenefeld Backstage“ oder was gibt es Neues aus der Gemeindevertretung

Nun, da wäre leider als Erstes zu vermelden, dass es mit der von uns angestrebten Verkehrsberuhigung am nördlichen Ortseingang wohl erstmal nichts wird. Die Verkehrsaufsichtsbehörde des Kreises Steinburg hat eine geschwindigkeitsregelnde Maßnahme – wir hatten eine Verschwenkung der Fahrbahnstreifen vorgeschlagen – abgelehnt. Begründet wurde die Ablehnung damit, dass das Unfallgeschehen unauffällig sei, Verkehrsunfälle seien nicht bekannt. Da fragen wir uns natürlich, muss es erst zu Unfällen kommen? Muss erst ein Mensch zu Schaden kommen, bevor die Behörde reagiert?
Nun ja, jetzt wird sich weiter der Straßen- und Wegeausschuss mit der neuen, alten Lage befassen.
Unsere SPD-Fraktion lässt da nicht locker.

In den letzten Tagen wurden wir gelegentlich angesprochen, wann denn endlich die lang geforderten Fitness-Geräte für den Hohenzollern-Park kommen?
Antwort: Die stehen auf dem Bauhof, weil sie Herstellungsmängel aufweisen und nicht eingebaut werden können. Bereits heute rostet der Niro-Stahl. (Erklärung: Niro = Nicht rostend). Die Ausschussmitglieder sind mit der Verwaltung daran, das Problem mit dem Lieferanten zu klären.

Unsere Abwasserbeseitigung soll nach dem Willen der Mehrheit unserer ehrenamtlich tätigen Gemeindevertreter in kompetentere Hände gelegt werden.
Gründe dafür sind die immer höher werdenden Anforderungen beim Betrieb einer Kläranlage mit ihren Umweltauflagen, die von angelernten Kräften und ehrenamtlichen Laien nicht mehr verantwortungsgerecht bewältigt werden können. Da gibt es verschiedene Ansätze über die sich unsere Gemeindevertretung in den letzten Monaten hat beraten lassen.
Hier nur eine kurze (unvollständige) Darstellung der Möglichkeiten:
Ein Modell wäre die Übertragung des handelnden Betriebes an eine GmbH, bei der die Gemeinde mit einer Mehrheitsbeteiligung zum Teil Anteilseigner und somit teilweise in der Verantwortung bleibt. Die operative Tätigkeit wäre natürlich zu bezahlen und würde sich bei der Festsetzung der Gebühren niederschlagen. Allerdings hätte die Gemeindevertretung dabei ein Mitspracherecht.
Das andere Modell wäre die komplette Übertragung der Aufgaben mit dem gesamten Anlagevermögen (Kläranlage und Abwassernetz) an einen kommunalen Zweckverband im Kreis Steinburg. Unser Nachbarort Wacken hat diese Lösung bereits. Auf die Festsetzung der Abwassergebühren hätte die Gemeindevertretung dann keinen Einfluss mehr.
In wieweit unsere bisherigen fachkundigen Gemeindearbeiter in die Klärwerksaufgaben weiter eingebunden bleiben, ist dann zu klären. Sie haben an sich genug mit anderen Arbeiten innerhalb unseres Ortes zu tun und wären auch so gut ausgelastet. Unsere SPD-Fraktion setzt sich nachdrücklich für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze ein.
Zu welcher Lösung wir abschließend kommen werden, ist heute noch nicht zu sagen. Auch in unserer Fraktion gibt es unterschiedliche Auffassungen.
Der Bürgermeister wird sich zu diesem Thema nach der nächsten Gemeindevertretungssitzung im August schriftlich über ein Informationsblatt an unsere Bürger wenden.

Das wäre es für heute. Es grüßt Sie herzlich
Ihr
Klaus Hass
Ortsvereinsvorsitzender und Gemeindevertretungsmitglied